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    BEREICH FÜR ABHÄNGIGKEITSERKRANKUNGEN
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Generelle Informationen 

  Allgemeine Informationen


Der Dienst für Abhängigkeitserkrankungen ist der fachärztliche Dienst für Drogenabhängigkeit und Alkoholismus, der mit den zuständigen privaten und öffentlichen Sozialdiensten zusammenarbeitet, um auch bei sozialen Problemen eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Der Dienst für Abhängigkeitserkrankungen ist in zwei Bereiche eingeteilt: A) + B)

A) Bereich Drogenabhängigkeiten, der ambulant tätig ist (D.f.A.): befindet sich in Bozen, Neubruchweg 3; betreut werden Personen, die psychotrope Substanzen zu sich nehmen oder davon abhängig sind und im Einzugsgebiet des Gesundheitsbezirks Bozen wohnhaft sind. Ausserdem sind im III. Stock folgende Dienste zu finden:
A.1.) Zentrum für Beratung und Prävention: bietet Informationen und Beratung über die Substanzen, die Risikoverhalten, die psychosozialen Probleme, die damit verbunden sind und bietet Beratung über die Gesetze in Bezug auf die Drogenabhängigkeit. Der Dienst wendet sich an Personen, die Substanzen verwenden, an deren Familienangehörigen und/oder Partnern und an Mitarbeitern der verschiedenen Dienste. Das Team besteht aus Psychologen, Sozialassistenten, Ärzten, Krankenpfleger und Sozialerzieher.
A.2.) Fachambulanz für Spiesucht: bietet Informationen, Beratung und Behandlung für Personen mit fehlangepassten Spielverhalten und für deren Angehörigen. Das Team besteht aus Psychologen, Ärzten, Sozialassistenten und Sozialerzieher.

B) Bereich Alkohologie am Krankenhaus Bozen: führt psychologische Konsiliarvisiten bei stationär aufgenommenen Patienten mit Abhängigkeit/Missbrauch von Alkohol und  mit Alkoholproblemen durch.
B.1.) die ambulante Versorgung von Personen mit Alkoholmissbrauch und/oder -abhängigkeit wird vom Gesundheitsbezirk Bozen über den Bereich Alkohologie (siehe Punkt B) in Zusammenarbeit mit der konventionierten privaten Vereinigung HANDS, mit Sitz in Bozen, Duca-d'Aosta-Str. 100, durchgeführt.

Diese Dienste sind für Information, Prävention, Behandlung sowie Rehabilitation von Drogen- und Alkoholabhängigkeit zuständig, sie bieten unterschiedliche und integrierte therapeutische Behandlungsmaßnahmen an und können dabei auf verschiedene Fachkräfte zurückgreifen: ÄrztInnen, PsychologInnen, SozialassistentInnen, ErzieherInnen, Krankenpflegepersonal sowie Verwaltungspersonal.

Die Organisation der ambulanten Dienste

Der D.f.A. (Bereich Drogenabhängigkeit) und HANDS (Bereich Alkohol) arbeiten ambulant mit einem multiprofessionellen Behandlungsteam und bieten eine integrierte Behandlung an. Unter Berücksichtigung der Gesetze in Bezug auf Privacy und Berufsgeheimnis arbeiten die Dienste mit:

a) medizinischen Einrichtungen zur stationären Behandlung und zur Rehabilitation in therapeutischen Gemeinschaften
b) betroffenen Sozialdiensten, um die fachärztliche Behandlung mit den notwendigen sozialen Maßnahmen zu integrieren
c) privaten Vereinigungen und anderen Institutionen.

Folgende Leistungen werden angeboten:

- ärztliche Visiten und Beratungen
- ambulanter Entzug
- Krankenhauseinweisungen zur Entgiftung und zur Behandlung anderer Pathologien, die eine stationäre Aufnahme erfordern
- psychologische und psychosoziale Einzel- und Familienberatungen
- Einzel- sowie Familienpsychotherapie
- psychologische und psychosoziale Beratungs- und Stützgespräche für Betroffene und ihre Angehörigen
- Projekte zur sozialen Wiedereingliederung und Eingliederung am Arbeitsmarkt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Sozialdiensten
- Überweisung in stationäre Rehabilitationseinrichtungen und Therapiegemeinschaften
- Krankenpflegerische Leistungen: Verabreichung der Pharmakotherapie, Laboruntersuchungen und Verarztungen

Die Ziele der Dienste:

Im Rahmen der Behandlung der Drogen- und Alkoholabhängigkeit versuchen D.f.A. und HANDS:
a) alle individuellen, familiären und sozialen Ressourcen der Person sowie ihrer Umwelt zu fördern und anzuregen, um die Überwindung der Suchtproblematik zu ermöglichen
b) für Patienten, bei denen aufgrund des chronischen Charakters ihrer Sucht eine vollständige Lösung des Problems im Moment nicht möglich scheint, werden alle notwendigen Maßnahmen zur bestmöglichen medizinischen Versorgung ergriffen, um eine weitere Verschlechterung der Situation des Patienten zu verhindern.